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Starkes Hannover - Kraft für die Zukunft

Kapitel 1 der Rede vom 11. März 2006

1. Eine gute Startposition

Vor einigen Tagen haben Herbert Schmalstieg und unsere Stadtbaurätin, Uta Boockhoff-Gries, eine neue Umfrage präsentiert. Die Stadt Hannover fragt alle drei Jahre mehrere tausend Menschen, wie es ihnen geht und wie zufrieden sie mit ihrer Heimatstadt sind. Im wesentlichen werden immer dieselben Fragen gestellt, so dass es sich um ein sehr zuverlässiges Barometer handelt, wenn man den Blick der Hannoveranerinnen und Hannoveraner auf ihre Stadt herausfinden will.

Ich hatte ehrlich gesagt nach der EXPO-Euphorie eher damit gerechnet, dass sich bei der Zufriedenheit eine leichte Delle ergeben würde. Das Bemerkenswerte an dieser Umfrage ist jedoch: Ganz im Gegenteil – die Hannoveranerinnen und Hannoveraner sind in ihrer übergroßen Mehrheit sehr zufrieden mit ihrer Stadt. Sage und schreibe 88 Prozent der Befragten sagen, dass sie sehr gerne oder gerne in Hannover leben. Das ist der beste Wert, der bei diesen jahrzehntelangen Umfragen jemals herausgekommen ist, und man kann sagen: Alles in allem sind die Hannoveranerinnen und Hannoveraner mit ihrer Stadt sehr im Reinen, sie fühlen sich in ihrer Stadt wirklich zu Hause. Und ich füge hinzu: Ein Oberbürgermeister und eine Ratsmehrheit, die eine solche Rückmeldung bekommen, die haben offensichtlich das Meiste richtig gemacht.

Ich sage das nicht, damit wir uns gegenseitig auf die Schultern klopfen und entspannt zurücklehnen. Dazu besteht überhaupt kein Anlass, denn unsere Gesellschaft und auch unsere Städte befinden sich in einem tief greifenden Umbruch. Auch das wissen die Menschen übrigens ganz genau, denn aus derselben Umfrage ergibt sich, dass die Zukunftsaussichten für junge Menschen von den Befragten heute um einiges schlechter eingeschätzt werden als noch vor drei Jahren. Der tief greifende gesellschaftliche Umbruch, den wir zurzeit erleben, findet vor allem in den großen Städten statt. Nicht umsonst werden die großen Städte als die „Laboratorien der Zukunft“ bezeichnet. Technologischer Fortschritt, soziale Probleme, kultureller Wandel – alles dies ist in großen Städten immer schon einige Jahre vorher spürbar, bevor diese Veränderungen ihre volle Kraft auch im Rest des Landes entfalten.

Dass wir uns in einer Übergangsphase befinden, ist überall spürbar, und ich werde darauf noch zurückkommen. Ich freue mich sehr, dass heute hier so viele Menschen versammelt sind, die gemeinsam über die Perspektiven unserer Stadt Hannover in den nächsten Jahren nachdenken wollen. Zukunft ist immer auch gestaltbar, und zwar nicht zuletzt durch Politik. Aber eben nicht nur durch Politik – am Ende hängt es von unzähligen Beteiligten in der Wirtschaft, in der Einwohnerschaft, in den Medien, in Vereinen, Verbänden und Organisationen und am Ende von jedem und jeder einzelnen ab, wie sich unsere Stadt entwickeln wird. Darum geht es heute: Wir starten von einer sehr guten Grundlage aus, und wir wollen gemeinsam daran arbeiten, dass Hannover auch in der Zukunft für seine Einwohnerinnen und Einwohner eine gute Heimat ist - eine überschaubare Großstadt mit hoher Lebensqualität und einem hohen Freizeitwert, eine moderne Großstadt mit guter Infrastruktur und leistungsfähiger Wirtschaft, eine Großstadt mit viel Kraft für die Zukunft und nicht zuletzt eine Stadt, die es mit ihrer sozialen Verantwortung besonders ernst nimmt.



 

 
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